WLB Blog · Württembergische Landesbibliothek · Wissen teilen
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#Besondere Bestände

Foto Florian Huber (links): Privat
Foto Martín Steinhagen (rechts): © Peter Jülich

Walther Rathenau – Walter Lübcke
Linien rechter Gewalt in Deutschland

Berlin 1922. Wolfhagen 2019. Wie kam es zu den politischen Morden an Walther Rathenau und Walter Lübcke? Wie sehr ähneln sich die Hintergründe, Netzwerke und Ideologien der rechtsextremen Täter? In einem Gespräch mit den Autoren Florian Huber (Rache der Verlierer, 2020) und Martín Steinhagen (Rechter Terror, 2021) schaut die Veranstaltung auf die Linien und Kontinuitäten…

Hashtags auf einen Blick

Jogi Löw und der TSV Adelmannsfelden – das Fach Sport in der WLB

Die Württembergische Landesbibliothek mit ihrer über 250-jährigen Geschichte weist seit jeher einen Sammelschwerpunkt in den Geisteswissenschaften auf und glänzt beispielsweise mit ihrer Bibelsammlung, seltenen Handschriften und der Bibliothek für Zeitgeschichte. Geschichte, Kunst, einige große Philologien, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie Jura gehören zu den Fächern mit den größten Erwerbungsetats und werden auch von den Nutzer:innen besonders…

von links nach rechts: Cod. St. Georgen 68, Bl. 147rb: Kolophon der Agnes Bútzlin vom Jahr 1497; Einband von Cod. St. Georgen 80 mit Besitzvermerk von 1663; Cod. St. Georgen 65, Bl. 1ra; Kopertbände des Bickenklosters (Cod. St. Georgen 104–109); Cod. St. Georgen 68, Bl. 73r

Leben und Schreiben im rauhen Schwarzwald.
Die Handschriften des Villinger Bickenklosters

Seit August 2019 werden in einem Gemeinschaftsprojekt der Handschriftenzentren der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart und der Universitätsbibliothek Leipzig mit der Badischen Landesbibliothek  die Handschriften aus dem Benediktinerkloster St. Georgen im Schwarzwald digitalisiert und wissenschaftlich erschlossen. Nur sehr wenige der ca. 110 Handschriften sind in St. Georgen selbst entstanden, der allergrößte Teil gelangte über Erwerbungen des 17.…

Foto Monica Black: © Kelli-Go Photo / Buchcover: © Klett-Cotta

Prof. Dr. Monica Black: Deutsche Dämonen.

Hexen, Wunderheiler und die Geister der Vergangenheit im Nachkriegsdeutschland. Ein Spuk apokalyptischer Visionen und Obsessionen des Bösen sucht Deutschland nach der Niederlage 1945 heim. Bei Massenveranstaltungen treten Messiasgestalten und Wunderheiler auf. Verschwörungserzählungen haben Hochkonjunktur. Bruno Gröning ruft zur „Großen Umkehr“ und leitet einen göttlichen „Heilstrom“ an Kranke weiter. Eine zwanghafte Beschäftigung mit dem Bösen verbindet…

Foto: Cod. poet. et phil. 2° 19, Württembergische Landesbibliothek

Dante in der Württembergischen Landesbibliothek

Dante gilt als Vater der italienischen Sprache. Er hat nämlich mit seiner Göttlichen Komödie (Divina commedia) das Italienische erst zur Literatursprache gemacht. Sein Werk erlebte schon kurz nach Dantes Tod einen großen Erfolg und wurde in der Frühromantik (u.a. in Italien durch Alfieri und Foscolo und in Deutschland durch den Sturm und Drang) wiederentdeckt. Seitdem…

Cover: © C. H. Beck Verlag

Februar 33. Der Winter der Literatur

Autor Uwe Wittstock liest aus seinem neuen Buch und diskutiert mit Ernst Wolfgang Becker (Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus). Mit der Regierungsübertragung an Adolf Hitler am 30. Januar 1933 stand die Demokratie der Weimarer Republik vor dem Abgrund. In dem darauf folgenden Monat Februar geriet auch das glanzvolle literarische Leben der Weimarer Zeit massiv unter Druck. Thomas Mann,…

Stuttgarter Theaterzettel online!

Ab sofort sind Stuttgarter Theater- und Konzertzettel aus den Jahren 1807 bis 1946 online über unsere Digitalen Sammlungen verfügbar. Theater- und Konzertzettel kündigen meist tagesaktuell Besetzungen von Opern, Konzerten, Ballett- oder Schauspielveranstaltungen an. Sie wuchsen im Laufe der Jahre von Einblattdrucken zu mehrteiligen Heftchen an. Informiert wird über Dirigenten, Sänger und Schauspieler sowie weitere an…

Plakat zur Nationalversammlung 1919 von Erich Wohlfahrt / Flugblatt der Deutschen Demokratischen Partei, Stettin 1919. Fotos: WLB

Weimar war mehr als nur Berlin. Die Jahre 1918 bis 1933 im Blick der Forschung

Auch mehr als hundert Jahre nach ihrer Entstehung ist die Weimarer Republik für uns präsent. In Debatten über Politik finden sich immer wieder Vergleiche mit der ersten deutschen Demokratie. Die Formulierung „Weimarer Verhältnisse“ ist geradezu sprichwörtlich geworden. Die Erfahrungen der Hyperinflation prägen den deutschen Umgang mit Geldwertstabilität bis heute und werden immer wieder auf europäischer…

Foto Stefan Seidendorf: Werner Kuhle

Frankreich 2022
Die EU-Präsidentschaft und die Präsidentschaftswahlen

Podiumsgespräch mit Joseph de Weck und Stefan Seidendorf Frankreich übernahm am 1. Januar 2022 die EU-Präsidentschaft. Die politische Lage in der EU und in Frankreich ist unübersichtlich, die Stimmungslage sehr volatil. Die Konflikte zwischen Frankreich und Großbritannien (Fischerei, Migration…) prägen den „langen Brexit“. Im Inland war lange ungewiss, wer für welches Lager kandidieren würde. Auch…

Foto Benjamin Ziemann: Irina Heiß / Buchcover: © wbg Verlag

Was war die Weimarer Republik? Die erste deutsche Demokratie in neuem Licht

Die Bibliothek für Zeitgeschichte präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg eine Buchvorstellung mit dem Historiker Professor Dr. Benjamin Ziemann (Sheffield). Die erste deutsche Republik ist mehr als nur eine Warnung vor den Gefährdungen der parlamentarischen Demokratie oder die Vorgeschichte des „Dritten Reichs“. Sie war in politischer wie in kultureller Hinsicht ein Experiment.…

Foto Jacco Pekelder: Renate Beense / Buchcover: © Wallstein Verlag

Der Kaiser und das „Dritte Reich“. Die Hohenzollern zwischen Restauration und Nationalsozialismus

Die Bibliothek für Zeitgeschichte präsentiert in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus eine Buchvorstellung mit dem Historiker Professor Dr. Jacco Pekelder (Münster). Nach dem Ende der Monarchie in Deutschland engagierten sich führende Mitglieder der kaiserlichen Familie in der rechten Szene der Weimarer Republik und des beginnenden NS-Regimes. Aber haben die Hohenzollern dem Nationalsozialismus „in erheblichem Maße…

Bild Katharina Grätz: Torsten Biel

Auf getrennten Pfaden zum schwäbischen Parnass: Friedrich Hölderlin und Eduard Mörike

Schon allein aufgrund des großen Altersunterschieds bewegten sich Friedrich Hölderlin und der 34 Jahre jüngere Eduard Mörike als Dichter auf getrennten Wegen. Als Mörike 1822 das Studium der Theologie am Tübinger Stift aufnahm, hatte Hölderlin seinen künstlerischen Parnass bereits überschritten. Seit 1807 galt er als unheilbar wahnsinnig und lebte in einer Stube des später nach…

Foto Richard J. Evans: Privat / Buchcover: © DVA (Penguin Random House Verlagsgruppe)

Das Dritte Reich und seine Verschwörungstheorien

Die Bibliothek für Zeitgeschichte präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Stuttgart eine Buchvorstellung und ein Gespräch mit dem Historiker Professor Dr. Richard J. Evans (Cambridge). Nichts in der Geschichte passiert zufällig, alles ist Ergebnis geheimnisvoller Machenschaften – diese Vorstellung ist so alt wie die Geschichte selbst. Gerade jetzt, in Zeiten der Verunsicherung, von Populismus und…

Virtuelle Ausstellung nun online: „Aufbrüche – Abbrüche. 250 Jahre Friedrich Hölderlin“

Am 20. März 1770 wurde Friedrich Hölderlin in Lauffen am Neckar geboren. Die Württembergische Landesbibliothek widmete dem Dichter zum 250. Geburtstag die Jubiläumsausstellung „Aufbrüche – Abbrüche. 250 Jahre Friedrich Hölderlin“. Niemand konnte ahnen, dass der Titel programmatisch für das Hölderlin-Jahr 2020 sein sollte. Auf die feierliche Ausstellungseröffnung im Erweiterungsbau im Herbst 2020 folgte kurz danach…

Foto Wolfgang Reinhard: Privat

Vom Rassismus zur Entschuldigung. Kolonialismus und Dekolonisation in Frankreich und Deutschland

Die Bibliothek für Zeitgeschichte präsentiert in Zusammenarbeit mit dem Institut français Stuttgart und dem Linden-Museum Stuttgart einen Vortrag des Historikers Professor Dr. Wolfgang Reinhard (Freiburg). Frankreich hat zweimal, in der Frühen Neuzeit und im Zeitalter des Imperialismus, ein weltweites Kolonialreich betrieben. Das deutsche Kolonialreich fiel zwar wesentlich bescheidener aus und fand zudem bereits 1918 ein…