WLB Blog · Württembergische Landesbibliothek · Wissen teilen
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#Veranstaltungsreihen

Die zerstreute Sammlung

Die Donaueschinger Handschriften des Hauses Fürstenberg Im Jahr 1993 erwarb das Land Baden-Württemberg die Handschriftensammlung der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek zu Donaueschingen. Der umfangreiche Bestand von ca. 1.230 Signaturen wurde vorrangig nach sprachlichen und chronologischen Gesichtspunkten auf die beiden Landesbibliotheken in Karlsruhe und Stuttgart verteilt. Mit den Folgen, die mit einem solchen Sammlungszuwachs für eine Bibliothek…

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© Barbara Dietl

Wunderland

Die Gründerzeit der Bundesrepublik 1955–1967 Buchvorstellung mit Dr. Harald Jähner Kaum sind die Trümmer weggeräumt, setzt in Deutschland ein Wirtschaftsaufschwung ohnegleichen ein, auch ein nimmersatter Kaufrausch: Möbel, Autos, Reisen, Elektrogeräte. Mit dem Rock’n’ Roll erfasst die Jugend ein neues Lebensgefühl. 1957 eröffnet der erste Supermarkt, der Siegeszug der Discounter beginnt. Der Fernseher gruppiert die Wohnzimmer…

© Mannoni

Hitler übersetzen. Über die Sprache des Faschismus und ihre unheilvolle Wirkmacht

Buchvorstellung mit Olivier Mannoni Zehn Jahre lang übersetzte Mannoni Hitlers „Mein Kampf“ für eine kritisch-wissenschaftliche Edition ins Französische. Das Werk, mit dem Hitler seine antisemitischen Thesen und nationalsozialistische Weltanschauung auf über 700 Seiten in eine für den Normalbürger kaum zugängliche Prosa ergoss und sie dennoch „salonfähig“ machte. Zwölf Millionen Exemplare waren bis 1945 im Umlauf.…

© Katz

Herzog Carl Eugen als Sammler

Ohne Herzog Carl Eugen von Württemberg (1728-1793) gäbe es die Württembergische Landesbibliothek (WLB) allgemein und insbesondere im Hinblick auf ihre umfangreichen Sonderbestände nicht. Dieser in seinem Lebens- und Regierungsstil durchaus umstrittene Herzog hat wohl mehr für die Förderung von Kultur und Wissenschaft geleistet als die meisten Vorgänger und Nachfolger an der Staatsspitze Württembergs. Die insbesondere…

© Katz

Von welchen Büchern trennt sich die Landesbibliothek?

Die Württembergische Landesbibliothek wird in größerem Umfang Bücher und Zeitschriften aussondern, bevor die Bestände bei ihrem Rückzug in das Hauptgebäude 2028 verdichtet eingelagert werden. Doch Wissenschaft lebt von der Nachprüfbarkeit ihrer Ergebnisse. Wie kann eine Wissenschaftliche Bibliothek da Bücher aussondern, wenn sie nicht weiß, inwiefern diese in den Fußnoten weiterer Publikationen als Belege auftauchen? Berücksichtigen…

© Schüler-Springorum

Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum (Berlin) Stefanie Schüler-Springorum stellt erstmals die westdeutsche Nachkriegsgesellschaft aus Sicht der Menschen dar, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Damit erzählt sie eine bislang weitgehend ausgeblendete Geschichte. Sie schildert die Erfahrungen von überlebenden Juden und Sinti und Roma, von ehemaligen Zwangsarbeitern und Homosexuellen im westlichen Teil Deutschlands in den ersten…

© Rössler

Privates Sammeln im Markt:

Schnäppchen als Manie und die Grenzen des Wachstums Privatpersonen und ihre Sammlungen sind eine wesentliche Quelle von Schenkungen oder Erwerbungen öffentlicher Einrichtungen. Gleichzeitig agieren diese Sammler*innen aber zuvor als Konkurrenz im Markt um wichtige Stücke und verfügen in ihren Spezialgebieten häufig über Expertise, die in den Institutionen so nicht vorhanden ist. Das meist erhebliche finanzielle Engagement…

© Petra Nölle/DZHW

Eltern – Kinder – Bildung 

Wie Herkunft und Familie Chancen prägen  Bildung ist in Deutschland immer noch eine Frage der sozialen Herkunft. Warum eigentlich? Und lässt sich daran etwas ändern? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Sandra Buchholz. Es wird gezeigt, wie ungleich die Bildungschancen in Deutschland nach wie vor verteilt sind. Ein Beispiel: Haben die Eltern studiert,…

© Kamphoefner

Deutsche in Amerika. Ein historischer Überblick

Buchvorstellung mit Prof. Dr. Walter D. Kamphoefner (College Station, USA) Kamphoefner schildert die Erfahrungen deutscher Auswanderer in Amerika über mehr als drei Jahrhunderte bis in die Gegenwart. Dabei hat er sich intensiv mit Briefen von Auswanderern beschäftigt und lässt die Betroffenen häufig selbst zu Wort kommen. Der Autor räumt mit Mythen auf, würdigt aber auch…

© Lenk

Tod und Gemeinschaft.

Die politische Instrumentalisierung der Toten des deutschen Linksterrorismus 1971-1977 Die Geschichte des deutschen Linksterrorismus ist ohne die politische Instrumentalisierung der Menschen, die in dem Kampf zwischen den selbsternannten „Stadtguerilla“‐Gruppen und dem Staat zu Tode kamen, nicht zu verstehen. Politiker, Medien und die radikale Linke stritten sich sowohl um die Opfer als auch um die toten…

Porträt einer Frau mit braunen, schulterlangen Haaren vor grünem Hintergrund; rechts daneben eine Luftaufnahme von Menschen, die einen Zebrastreifen überqueren.
© Nadine Zirbes, Thünen-Institut

Ist die Formel vom „Weniger, älter, bunter“ zu revidieren?

Neue und alte Facetten des demographischen Wandels in ländlichen Räumen Es ist stiller geworden um das Thema des demographischen Wandels in ländlichen Räumen. Die noch vor wenigen Jahren verbreiteten Untergangszenarien und Forderungen nach der „Schließung“ von Dörfern wurden von anderen Aufmerksamkeitskonjunkturen verdrängt. Doch schreiten die Veränderungen der Zahl und der Zusammensetzung der Bevölkerung fort, und…

© Dominik Drasdow, Linden-Museum Stuttgart

Alles kolonial?

Sammeln im ethnologischen Museum Das Linden-Museum Stuttgart beherbergt etwa 160.000 Kunst-, Ritual- und Alltagsgegenstände aus den Amerikas, aus Afrika, dem islamischen Orient, Asien sowie der Südsee. Was war der Anlass für diese umfangreiche Sammlung und wie kam das Kulturerbe aus der Welt nach Stuttgart? Der Vortrag blickt, anhand einiger Beispiele, auf mehr als 100 Jahre…

© Gatzka

Demokratie und Diktatur. Geschichte und Gegenwart einer Grenzziehung

Buch-Preview „Merkel-Diktatur“, „Meinungsdiktatur“, „Ökodiktatur“ – die demokratische Qualität der Bundesrepublik wird immer wieder infrage gestellt. Doch das ist nicht neu. Die Unterscheidung zwischen Demokratie und Diktatur, aber auch das Verwischen ihrer Grenzen begleiten die deutsche Demokratiegeschichte seit dem frühen 20. Jahrhundert. In ihrem neuen Buch zeichnet Claudia Gatzka nach, welche Logiken und Kriterien dieser Unterscheidung…

© Michael Wögerbauer

Literatur ist nicht nur zum Lesen da,

oder warum brauchen Bibliotheken digitale Sammlungen? Stellen Sie sich vor, dass alle Literatur im Open Access (OA)  zur Verfügung stünde? So hat sich der Nutzer oder die Nutzerin, mit Borges gesprochen, wohl immer das Paradies vorgestellt: Eine Bibliothek aller wissenschaftlichen Literatur jederzeit und überall verfügbar. Dass es so kommen wird, zeichnet sich angesichts der wachsenden…

© Diehl

Hochqualifiziert und äußerst skeptisch?

Wie qualifizierte Zuwanderer Deutschland erleben Die Zuwanderung von Hochqualifizierten wird ökonomisch und kulturell als wenig bedrohlich betrachtet. Aber was zeichnet das besondere Verhältnis von hochqualifizierten Einwanderern zum Zielland aus? Sind hier Muster erkennbar, etwa im Bereich der tatsächlichen und wahrgenommenen Akzeptanz oder der emotionalen Bindung an das Zielland? Und gilt dies für alle Herkunftsgruppen gleichermaßen?…

© Matthäus

Gerahmte Gewalt. Fotoalben von Deutschen im „Osteinsatz“ und die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg

Buchvorstellung mit Dr. Jürgen Matthäus Sie liegen in Schubladen und Kellern von Wohnhäusern, auf Verkaufstischen von Flohmärkten sowie in der Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek: Private Fotoalben sind materielle Zeugnisse, wie Deutsche den Zweiten Weltkrieg erlebten und wie sie ihn erinnert wissen wollten. Einige Alben haben in Ausstellungen oder Publikationen Aufmerksamkeit erregt; dennoch…