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Wunder des Blätterns – warum Künstler und Künstlerinnen Bücher machen

Was ist überhaupt ein „Künstlerbuch“ und warum lieben es Künstlerinnen und Künstler, ganz besondere Bücher zu machen? Seit wann gibt es Künstlerbücher und welchen Stellenwert nehmen sie in den jeweiligen Werken ein? Warum gibt es in digitalen Zeiten ein so großes Interesse am Künstlerbuch, das oft ein Produkt des self-publishing in kleinen Auflagen ist. Diesen Fragen geht Rolf Bier, Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, in seinem Vortrag nach. Dabei  gilt dem „Wunder des Blätterns“ besondere Aufmerksamkeit, denn ohne eine Dramaturgie der Abfolge, ohne einen konzeptuellen Rahmen, der sein eigenes Buch-Sein reflektiert,  bleibt ein Künstlerbuch bloß ein Buch mit Abbildungen. Dabei überschreiten die Künstlerinnen und Künstler lustvoll die Grenzen jeglicher Konvention. Sie machen andere Bücher, mit anderen Mitteln und eben auch mit anderen Materialien, indem ihre übrige künstlerische Praxis in das kulturell so stark vorgeprägte Format des Buchs einfließt und diese exemplarisch spiegelt.

Rolf Bier ist Künstler und Autor von Lyrik und Kurzprosa. Nach dem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und an der Chelsea School of Art /London sowie Stipendien in u.a. London, Paris, Rom (Villa Massimo) und New York (ISCP) ist Bier seit 2005 Professor an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Biers Werk umfasst alle klassischen Medien: Malerei, Grafik und Bildhauerei. Thematische und experimentelle Zusammenhänge suchen sich dabei in ihrer konzeptuellen Grundierung zwangsläufig auch eigene Ausdrucksformen mittels Fotografie, Performances und in Editionen und Künstlerbüchern.

 

 

Was? Vortrag von Prof. Rolf Bier (Stuttgart)

Wann? 13. Januar 2026, 18 Uhr

Wo?  Württembergische Landesbibliothek, Saal (Konrad-Adenauer-Straße 10, Stuttgart)

Wie?  Hybrid-Veranstaltung; vor Ort und im Livestream

 

 

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