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Tod und Gemeinschaft.

Die politische Instrumentalisierung der Toten des deutschen Linksterrorismus 1971-1977

Die Geschichte des deutschen Linksterrorismus ist ohne die politische Instrumentalisierung der Menschen, die in dem Kampf zwischen den selbsternannten „Stadtguerilla“‐Gruppen und dem Staat zu Tode kamen, nicht zu verstehen. Politiker, Medien und die radikale Linke stritten sich sowohl um die Opfer als auch um die toten Terroristen und fragten, wie ihr Vermächtnis zu bewerten sei. Kevin Lenk untersucht in seinem Buch diese Deutungskämpfe und zeichnet nach, wie die Toten zu Helden, Märtyrern oder Feindbildern gemacht wurden. Er fragt, welche Auswirkungen die Instrumentalisierung der Toten auf den Konflikt selbst sowie die Entwicklung der politischen Kultur der Bundesrepublik hatte.

Kevin Lenk hat von 2011 bis 2016 Geschichte und Kulturwissenschaft an der Humboldt‐Universität zu Berlin und der University of Exeter studiert. Er wurde dort 2021 mit der vorliegenden Arbeit promoviert. Von Oktober 2021 bis September 2025 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Neuere und Neueste Geschichte (19.-21. Jh.) der Universität Münster. Seit Oktober 2025 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Zeitgeschichte an der Universität Heidelberg.

 

 

Was? Vortrag und Gespräch, Dr. Kevin Lenk (Universität Heidelberg)

Wann? 11. Februar 2026, 19 Uhr

Wo? Stadtarchiv Stuttgart (Bellingweg 21, 70372 Stuttgart)

Wie? Hybrid-Veranstaltung; vor Ort und im Livestream (YouTube-Kanal des Stadtarchivs Stuttgart @stadtarchivstuttgart7583)

 

Eine gemeinsame Veranstaltung des Stadtarchivs Stuttgart und der Bibliothek für Zeitgeschichte

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und anschließend über L.I.S.A. – Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung veröffentlicht. Bild- und Tonaufnahmen von Veranstaltungsteilnehmenden werden nicht veröffentlicht.

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