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© Rössler

Privates Sammeln im Markt:

Schnäppchen als Manie und die Grenzen des Wachstums

Privatpersonen und ihre Sammlungen sind eine wesentliche Quelle von Schenkungen oder Erwerbungen öffentlicher Einrichtungen. Gleichzeitig agieren diese Sammler*innen aber zuvor als Konkurrenz im Markt um wichtige Stücke und verfügen in ihren Spezialgebieten häufig über Expertise, die in den Institutionen so nicht vorhanden ist. Das meist erhebliche finanzielle Engagement beim privaten Sammlungsaufbau bis zu deren Auflösung steht im Mittelpunkt des Vortrags, der verschiedene Dimensionen der Sammeltätigkeit anhand von Beispielen zur Filmpublizistik systematisch abhandelt. Grundlage dieser Einsichten in das Spannungsfeld von Geld- und Aufmerksamkeitsökonomie sind die Überlegungen der französischen Soziologen Luc Boltanski und Arnaud Esquerre zum „Preis und Wert der Sammlerstücke“ (2017).

Prof. Dr. Dr. Patrick Rössler lehrt Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Empirische Kommunikationsforschung und Methoden an der Universität Erfurt. Dort war er Dekan der Philosophischen Fakultät (2009–2011) und Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (2011–2014). Studiert hat er Publizistik sowie Rechts- und Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Es folgten Stationen an der Universität Hohenheim, der Ludwig-Maximilians-Universität München und 2004 eine Gastprofessur an der Annenberg School for Communication der University of Southern California. Er promovierte in Kommunikationswissenschaft (1997) und 2022 zusätzlich in Kunstgeschichte an der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. Als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (2006–2008) und Präsident der International Federation of Communication Associations (2008–2010) prägte er die Fachcommunity auch international. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit dem Deutschen Preis zur Förderung der Buchkultur (Antiquaria-Preis) (2022) und dem Deutschen Kuratorenpreis (Justus Bier Preis) (2024) für die Ausstellung „Bauhaus und Nationalsozialismus“ in Weimar.

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Was? Vortrag, Prof. Dr. phil. Dr. rer.soc. Patrick Rössler (Erfurt)

Wann?  3. März 2026,  18 Uhr

Wo? Württembergische Landesbibliothek, Saal (Konrad-Adenauer-Str. 10, 70173 Stuttgart)

Wie? Hybrid-Veranstaltung; vor Ort und im Livestream 

 

 

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