
Öffentliche Sammlungen – geteiltes Gedächtnis
Erwartungen an Archive, Bibliotheken und Museen im 21. Jahrhundert
Warum und wie sammeln unsere Archive, Bibliotheken und Museen heute? Diese Frage bildet den Ausgangspunkt des Vortrags des Empirischen Kulturwissenschaftlers Thomas Thiemeyer (Universität Tübingen). Er widmet sich dem historischen und heutigen Selbstverständnis dieser Institutionen und geht der Frage nach, was sich Politik und Gesellschaft heute von ihnen erwarten. Welche Rolle spielen die klassischen Aufgaben der Dokumentation und des Bewahrens noch? Und wie verhalten sie sich zu den Forderungen nach Restitution, politischer Positionierung und dem Engagement für soziale Verantwortung?
Thomas Thiemeyer ist seit 2016 Professor am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen. Nach einer Kuratortätigkeit bei dem Stuttgarter Architekten und Museumsgestalter HG Merz (u.a. Mercedes-Benz-Museum 2006) promovierte er 2006 bis 2009 bei Gottfried Korff („Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. Die beiden Weltkriege im Museum“, Schoeningh 2010). Von 2009 bis 2012 war er Projektleiter des museumswissenschaftlichen Forschungsprojekts wissen&museum. Von 2011 bis 2016 war er Juniorprofessor am Ludwig-Uhland-Institut. Zuletzt erschien von ihm „Das Depot als Versprechen. Warum unsere Museen die Lagerräume ihrer Dinge wiederentdecken“ (Boehlau 2018) sowie „Geschichte im Museum. Theorie – Praxis – Berufsfelder“ (UTB 2018).
Was? Vortrag, Prof. Dr. Thomas Thiemeyer (Tübingen)
Wann? 22. Oktober 2025, 18 Uhr
Wo? Württembergische Landesbibliothek, Saal (Konrad-Adenauer-Str. 10, 70173 Stuttgart)
Wie? Hybrid-Veranstaltung; vor Ort und im Livestream
Die Online-Teilnahme findet via WebEx statt. Über den Zugangslink gelangen Sie direkt in den digitalen Saal, der ab 17:45 Uhr freigeschaltet ist. Mit der Teilnahme akzeptieren Sie die Datenschutzrichtlinien von WebEx.
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