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Nachbessern, einregeln, Geduld mitbringen

So sehr wir uns darüber freuen, endlich den Erweiterungsbau in Betrieb zu haben, so sehr beschäftigen uns noch die Anlaufschwierigkeiten. Weil 65 Leseplätze viel zu wenig waren, haben wir auf Öffnung des Gebäudes gedrängt, wo wir wenigstens 190 Plätze anbieten können. Dafür sind nicht alle Arbeiten fertig geworden. Und ein Gebäude mit so viel Technik braucht ohnehin auch eine Phase der Einregulierung.

Nichts ändern können wir am Baulärm der Außenanlagen. Derzeit leiden wir alle am Lärm des Abbruchs der schadhaften Dachabdichtung zwischen den Gebäuden. Wir sind zuversichtlich, dass dieser lärmigste Teil der Arbeiten in der zweiten Oktoberhälfte abgeschlossen werden kann. Die Fertigstellung aller Außenanlagen wird aber noch bis Mitte nächsten Jahres dauern. Der entstandene Schaden hat uns leider weit zurückgeworfen. Die Cafeteria wird voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres ihren Betrieb aufnehmen. Die Tiefgarage wohl noch dieses Jahr.

Am schwierigsten ist das Thema Lärm innerhalb der Bibliothek. Mundschutz und Plexiglasscheiben beeinträchtigen die Verständigung, weshalb Besucher und Mitarbeiter lauter sprechen. Im Foyer gibt es nur wenige schallschluckende Materialien. Je ruhiger es ist, umso mehr stören einzelne Geräusche. Wir haben mit der Bauverwaltung verabredet, nochmals zu prüfen, wie wir den Schallschutz verbessern können. Wegen des lärmenden Aufzugs haben wir bereits einen ersten Termin, um andere Einstellungen zu erreichen.

Am kompliziertesten ist die Einregulierung der Raumtemperatur, da die verwendete Lösung (überwiegend Betonkernaktivierung mit Wärmerückgewinnung aus den städtischen Abwässern) zwar umweltfreundlich, aber nicht so leicht zu steuern ist. Dies wird durch kompetente Fachleute während der nächsten zwölf Monate kontinuierlich begleitet. Das WLAN wird noch genauer positioniert und eingestellt. Dies ist leider erst nun möglich, da endlich die Bücher in den Regalen stehen. Die Sensoren der Jalousien werden noch besser eingeregelt. Ein individueller Handbetrieb ist nicht möglich und würde durch gegebenenfalls fehlende Reaktionen zu viel Wärmeeintrag mit sich bringen. Die automatische Buchrücknahme sollte Mitte November funktionieren. Die Firma kann die Lieferung eines benötigten fehlenden Bauteils bei dessen Hersteller leider nicht beschleunigen.

Die Versorgung der Toiletten mit Seife und Papier wurde beim Reinigungsdienst nochmals angemahnt. Desinfektion sollte laut Robert Koch Institut dort zum Einsatz kommen, wo nicht genügend Gelegenheiten zum Händewaschen zur Verfügung stehen. Papierhandtücher sind wohl wirksamer gegen verbliebene Erreger als Handtrockner.

Und manche Probleme lassen sich nicht lösen. Beispielsweise ist das wegen Corona genutzte Treppenhaus nur ein Fluchttreppenhaus für den Brandfall. Eine Ausweichmöglichkeit haben wir leider nicht.

Es freut uns aber, dass sich die meisten Leserinnen und Leser trotz des ein oder anderen Ungemachs in den neuen Räumlichkeiten wohlfühlen. Wir bedanken uns für das hilfreiche Feedback.

 

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