
Im Mittel stabil aber weiter gespalten?
Geringe Literalität von Erwachsenen im internationalen Vergleich
Seit etwa 2010 ist bekannt, dass es in Deutschland mehrere Millionen Erwachsene gibt, die kaum lesen und schreiben können. Über die Zeit hatte sich die Situation etwas verbessert, jedoch weisen die Ergebnisse der jüngsten OECD-Vergleichsstudie in eine ungünstige Richtung. Der Vortrag stützt sich auf Analysen zur untersten Kompetenzstufe (Level One) auf Basis des Program for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC Level One). Fast elf Millionen Erwachsene lesen nur auf sehr geringem Niveau und können nur begrenzt am Berufsleben, an Erwachsenenbildung oder Gesellschaft und Politik teilhaben. Dabei bleiben – trotz Smartphones – die Lesegewohnheiten zu Hause oder bei der Arbeit eher stabil, das heißt, es werden durchaus noch Bücher gelesen.
Prof. Dr. Anke Grotlüschen ist Professorin für Lebenslanges Lernen an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg. Zudem ist sie Sprecherin des wissenschaftlichen Beirats der Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Bildungsinteressen, Adressaten- und Interesseforschung, Literalitätsforschung, Lernwiderstände und E-Learning. Weiterhin beschäftigt sie sich mit der Hochschule, insbesondere mit Öffentlicher Wissenschaft, Hochschuldidaktik und Hochschulforschung, sowie dem Weiterbildungssystem, unter besonderer Berücksichtigung von Monitoring, Globalisierung und Weiterbildungsrecht als auch politischer und kultureller Bildung.
Was? Vortrag von Prof. Dr. Anke Grotlüschen (Hamburg)
Wann? Dienstag, 18.11.2025, 18 Uhr
Wo? Online
Wie? Im Livestream
Weitere Vorträge zur Lesekultur:
04.12.2025, 18 Uhr
Hybrid-Veranstaltung
Zukunft des Lesens: zum Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit
Dr. Christoph Engemann (Bochum)
21.01.2026, 18 Uhr
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Was verraten die Augen beim Lesen?
Prof. Dr. Lena A. Jäger (Zürich)
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