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Die Weimarer Republik und die erste Krise der Globalisierung

Eine Demokratie, die nach einer tödlichen Pandemie mit vielfältigen Krisenphänomenen konfrontiert ist und ihren Platz in einer von massiven globalen Umbrüchen gekennzeichneten Welt sucht — diese Beschreibung der Weimarer Republik klingt aus heutiger Sicht recht vertraut. Der Vortrag diskutiert die Auseinandersetzung der Weimarer Republik mit der ersten Krise der Globalisierung nach dem Ersten Weltkrieg. Dabei geht es auch um die globalen Bedingungsfaktoren der Zerstörung der Demokratie und des Aufstiegs des Nationalsozialismus. Gleichzeitig verweist der Vortrag aber auf durchaus existierende alternative Reaktionen auf die vielfältigen Krisenphänomene der Zwischenkriegszeit. Weimars Kollaps und der Triumph der rechtsradikalen Kräfte war demnach keinesfalls unvermeidbar — auch darin liegt eine der Lehren Weimars für unsere Gegenwart.

Frank Biess ist Professor für Geschichte und Inhaber des Rita Atkinson Lehrstuhls für Deutschlandstudien an der University of California-San Diego. Er forscht zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Sein Buch „Republik der Angst. Eine andere Geschichte der Bundesrepublik” war für den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse nominiert.

 

Was? Vortrag, Prof. Dr. Frank Biess (San Diego)

Wann? Montag, 22. Juni 2026, 18 Uhr

Wo? Württembergische Landesbibliothek, Saal (Konrad-Adenauer-Str. 10, 70173 Stuttgart)

Wie? Hybrid-Veranstaltung; vor Ort und online über den Zugangslink: https://bitbw.webex.com/meet/wlb

 

 

 

Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und anschließend über L.I.S.A. – Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung veröffentlicht. Bild- und Tonaufnahmen von Veranstaltungsteilnehmenden werden nicht veröffentlicht.

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