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#Literatur

© Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH

„Todesfuge. Biographie eines Gedichts.“ Thomas Sparr im Gespräch mit Barbara Wiedemann

Wohl auf Grundlage verfasst von ersten ihm zugänglichen sowjetischen Berichten über die deutschen Konzentrationslager in der Ukraine, verstand Paul Celan seine „Todesfuge“ als Grabschrift und Grab für seine Mutter Friederike Antschel, die in einem solchen Lager ermordet worden war. Gleichwohl (oder vielleicht gerade deshalb) wurde das große Gedicht zum Gegenstand dann der emotionalen Abwehr, mit…

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Homburger Folioheft, Seite 17 (Ausschnitt), Phasen 13, 14

Hölderlin, Homburger Folioheft. Diachrone Darstellung

„Immer strebet die Welt / Hinweg von dieser Erde. Daß sich die / Entblößet. Aber es bleibet eine Spur / Doch eines Wortes; die ein Mann erhaschet.“ Das schreibt Friedrich Hölderlin, schwer lesbar, in einer Krisenzeit seines Lebens im wichtigsten Manuskript des Spätwerks, dem Homburger Folioheft. Die Württembergische Landesbibliothek verwahrt es als Depositum der Stadt…

Collage: Rafael Glatzel, WLB (darin verwendete Objektdigitalisate: StGA; darin verwendete Startseitengrafik: Daniel Helbig)

Rosen und Disteln. Eine digitale George-Ausstellung

Täglich grüßt das Murmeltier. Und an jedem 12. Juli jährt sich Stefan Georges Geburtstag. Aber, wird sich mancher fragen: Wer war Stefan George? 1868 kurz vor Gründung des Deutschen Kaiserreichs noch im Großherzogtum Hessen unmittelbar an der Grenze zur Rheinprovinz des Königreichs Preußen geboren und am Ende des Krisenjahrs 1933 in Muralto in der Schweiz…

Fotos: Rafael Glatzel, WLB Stuttgart

Hölderlin. Bilder – Klänge – VerDichtung

Wer am 27. Oktober am Abend in der Landesbibliothek verweilte, konnte vielleicht aus Richtung des Vortragssaals expressive Saxophonklänge wahrnehmen. Sie waren Teil einer eindrucksvollen, intermedialen Live-Performance, die unter dem Titel „Hölderlin. Bilder – Klänge – VerDichtung“ als zweite Veranstaltung des Begleitprogramms zur großen Jubiläums-Ausstellung dargeboten wurde. Wie schon der Titel verspricht, ging es hier um…

Ein Schnäppchen

Am 14. Oktober 2020 wurde für knapp 10 Millionen US-Dollar beim Auktionshaus Christies in New York ein vollständiges Exemplar der ersten Folio-Ausgabe („First Folio“) der Werke Williams Shakespeares aus dem Jahr 1623 erworben. Zwar haben sich von den wohl 750 Exemplaren etwa 235 erhalten, alle außer zwölf Exemplaren aber unvollständig. Bereits 1960 konnte die Württembergische…

Karl-Heinz Ott (links) und Manfred Koch (rechts), Fotos: Rafael Glatzel, WLB Stuttgart

Hölderlins Geister

„Der Hölderlin isch et verruckt gwä!“ Diese Zeile prangte nicht nur in den frühen 1980er Jahren am Eingang zum Tübinger Hölderlin-Turm. Auch mancher Artikel zu Friedrich Hölderlins 250. Geburtstag hat diesen Satz als Aufreißer genutzt, um Hölderlin möglichst nahbar zu machen. Im ebenso heiteren wie bewegten Gespräch zwischen dem Schriftsteller und Essayisten Karl-Heinz Ott und…